Geht nicht, gibt’s nicht!

Liebe Margit,

an dieser Stelle auch ein großes Dankeschön von mir !!

Ich schätze ohne deine Hilfe und dem passenden Sattel mit gepolstertem Pad könnte ich mein Pferd wahrscheinlich wirklich nicht reiten.

Wie du selbst bei beiden Terminen erleben durftest, ist meine Stute ja sehr empfindlich in allem.

Vor allem vielen Dank, dass du auch aus der sicheren Ferne einen Sattel anpassen konntest. Fremde, die sie auch noch anfassen wollen, werden ja direkt stark reglementiert.

Als ich sie gekauft habe hieß es: beim Aufsteigen wird sie böse…….

Tja warum wohl ? Mit 3 Jahren schon zerquetschte Trapezmuskeln, schiefe Hüfte und krumme Füße. Noch dazu durfte sie im Training nie den Kopf nach unten strecken, weil sie ja anfangen könnte zu buckeln. Das Gebiss war auch kein guter Freund von ihr.

Nun, jetzt ist sie bei mir gelandet…….. und da ich nicht MUSS sondern DARF und immer sehr darauf bedacht bin, meinem Pferd zuzuhören, anstatt zu sagen: die ist faul, die hat keine Lust, das Pferd ist Schuld……. durfte sie die ersten Jahre bei mir erst mal alles auskurieren. Nicht ganz freiwillig, ich konnte, da sie getreten und teilweise gebissen hat, einfach überhaupt nix mit ihr machen, aber nachdem ich aufgehört habe, sie mit ihrem Vorgänger zu vergleichen und mein Verhalten ihr gegenüber komplett überdacht habe, lief es fast von alleine. Als unser Kommunikationsproblem (wie ich gerne sage) vom Boden fast 100% gelöst war und ihre körperlichen Beschwerden durch Osteopathie, leichte Bewegung  sowie Huforthopädie und angepasste Fütterung in Ordnung gebracht waren, kam die Frage nach dem Sattel.

Ohne Sattel war ihr zu unangenehm und mir zu unsicher nach fast 10 jähriger Reitpause. Meine Erfahrungen im Vorfeld mit Sattlern waren leider nicht besonders gut, so dass ich mich erneut im Internet auf die Suche gemacht habe.

Zum Glück habe ich dich gefunden!! Alles was ich auf deiner Seite lesen konnte, war mir schlüssig und hörte sich einfach nur super an. Gut, wir haben fast ein ganzes Jahr auf einen Termin mit dir gewartet, aber es hat sich mehr als gelohnt!!  Schon beim Probereiten gab es weder beim Aufsteigen, noch im Schritt irgendwelche Probleme und seitdem wir auch die richtige Zäumung für uns gefunden haben, darf ich fast jeden Tag am langen Zügel am Training teilhaben  und habe ein sehr feinfühliges, auf minimale Zügelhilfen reagierendes Pferdchen.

Jetzt müssen wir noch das Gurtproblem beheben, seitdem wir ausreiten und länger als eine Stunde gegurtet ist, ist ihr das sehr unangenehm und bereitet ihr Schmerzen. Ich werde meine Testergebnisse zu den neuen „Gurten“ berichten.

Der Sattel ist es definitiv nicht, der ihr Unbehagen bereitet (ich hatte ja die Befürchtung).

Deine Art der Sattlung funktioniert einfach!!

Nach unserem Kontrolltermin im Oktober achte ich wieder stark darauf, ziemlich weit hinten zu satteln und siehe da, mein Pferd läuft deutlich besser!! Vor allem im Trab.  Sie läuft immer gerne vorwärts, auch ohne Sporen und Gerte, was viele Reiter immer verwundert. Sie hat nie wieder gebuckelt seit ich deinen Sattel habe!!

(außer letztens im Gelände, als sie nicht sofort galoppieren durfte)

Ich hoffe du findest noch lange die Kraft, dich für die armen Rücken der Pferde einzusetzen, die Tag täglich als „normal“ angesehen werden und den Pferden einfach nur Schmerzen bereiten.

Jeder sollte sich immer zuerst fragen: was möchte mein Pferd mir sagen?? Habe ich wirklich alle gesundheitlichen und technischen Möglichkeiten geschaffen, dass mein Pferd überhaupt in der Lage ist, meine Forderungen zu erfüllen?? Bin ich in der Lage mein Pferd beim Reiten so wenig zu stören, dass es überhaupt in Ruhe meine Aufgaben erledigen kann??

Anstatt mit Gewalt, Sporen, Gerte oder Beizäumungen und scharfen Gebissen, Schlägen und Beschimpfungen das Pferd zu unterdrücken?!

Behandelt man so einen Freund fürs Leben?? Alle sprechen von Versammlung und Aufrichtung. Ich kenne kaum ein Pferd, das in der Lage ist, beides überhaupt auch nur im Ansatz anbieten zu KÖNNEN.  Nicht, weil es faul ist oder es nicht will!! Sicher, man kann das Pferd dazu zwingen den Hals in eine optisch gute Haltung zu bringen, aber der Rücken und der Rest des Pferdes sprechen eine andere Sprache. Jeder, der richtige Versammlung und Aufrichtung erkennen kann bzw. überhaupt mal gefühlt hat, wie sich das anfühlt, weiß wovon ich spreche.

Es ist sehr Schade, was wir den tollen Geschöpfen „Pferd“ in jeglicher Hinsicht antun.

Ich hoffe, dass noch ganz, ganz viele Reiter den Weg zu dir finden und ihrem Pferd einen gesunden Rücken erlauben und eines Tages das Märchen von den Tragerippen und Co. ein Ende hat.

(Wenn ich das hier ausweite auf Fütterung, Haltung und Hufe sprengt das den Rahmen…..)

Bis bald hoffe ich liebe Grüße Katharina