Die Skeptikerin

Ich wechselte im Juli 2017 mit meinem Pferd Kasis von einem Englisch- und Westernstall in einen reinen Westernstall. Zu diesem Zeitpunkt ritt ich bereits seit 16 Jahren ausschließlich im Englischsattel (freizeitmäßig) – dementsprechend überzeugt war ich auch von dieser Reitweise.

Nachdem mich zwei Freundinnen immer wieder von ihren Westernsätteln überzeugen wollten und mir die Nachteile des Englischsattels aufzählten, entschloss ich mich, mich für andere Reitweisen und v.a. Sättel zu öffnen. Sie erzählten mir von Frau Zippold und von ihren tollen Sätteln – nichtsdestotrotz war ich mit meinem Englischsattel immer noch sehr zufrieden. Frau Zippold kam kurz darauf zu den beiden, um sie hinsichtlich ihrer Sättel zu beraten. Dies nutzte ich aus um mir ein eigenes Bild von Frau Zippold, ihren Sätteln und ihrer Arbeit zu machen.  Ich fand es sehr interessant, auf welche Punkte Frau Zippold achtete und wie sie die Sättel anpasste, aufgrund dessen entschied ich mich, Frau Zippold anzurufen und ebenfalls einem Beratungstermin auszumachen. Damit nahm alles seinen Lauf:

Frau Zippold kam mit diversen Sätteln vorbei und wir fanden schnell einen Sattel, welcher meine ganzen Wünsche erfüllte – eine eierlegende Wollmichsau, wie sie ihn nannte. 

Als ich den Sattel anschließend in der Halle Probe ritt, fühlte ich mich sehr unsicher im Sattel, aber ich dachte mir, dass wird sich schon mit der Zeit legen. Mir fiel jedoch direkt auf, dass sich Kasis sofort entspannte und auch ruhig in der Halle stand – er entlastete sogar sein Hinterbein. So kannte ich Kasis bisher nicht. Ich war positiv überrascht. Beim Absatteln stellte ich leider fest, dass der Sattel leicht gerieben hat und deshalb das Fell etwas zerzaust war, daraufhin wurde ich gleich wieder skeptisch. Frau Zippold versicherte mir, dass das Reiben des Sattels schnell vergehen wird.

Am nächsten Tag kam ich in den Stall und Kasis kam sofort her und schleckte meine Hand ab und lies sich von Kopf bis Fuß kraulen. Auch dieses Verhalten überraschte mich, da Kasis nicht das typische Schmusepferd war. Aufgrund der deutlichen Zeichen von Kasis, rief ich erneut Frau Zippold an und erzählte ihr von meiner Entscheidung – den Kauf des Sattels.

 

 

Das erste Mal im Gelände war sehr ungewohnt, ich fühlte mich unsicher im Sattel und hatte Angst, mit dem Kauf einen Fehler gemacht zu haben. Ich dachte mir immer wieder, es ist nur die Umstellung und es wird sich alles legen. So war es auch. Von Ritt zu Ritt wurde ich entspannter und fühlte mich immer wohler im Sattel. Zudem behielt Frau Zippold Recht, nach drei weiteren Ritten war kein einziges Haar mehr zerzaust.

Am meisten faszinierte mich, dass sich die Muskulatur von Kasis stetig aufbaute, ohne, dass ich etwas an meiner Reitweise änderte. Besonders die Trapezmuskeln bauten sich rasend schnell auf. Auch die weißen Flecken im Schulterbereich, welche sich im Nachhinein als Druckstellen herausstellten, verschwanden mit der Zeit. Dies erschütterte mich zugleich, da ich sah, was mein Englischsattel alles kaputt gemacht hatte.

Der nächste Härtetest war ein Wanderritt – nach 5 Stunden im Sattel war kein Absenken des Rückens sichtbar. Ich war hin und weg! Sogar alte Freundinnen die Kasis schon länger kannten und auch mitritten, sagten, dass sein Rücken richtig schön aussieht und er deutlich besser dasteht – und das nach nur 4 Monaten.

Ich kann nur eins sagen: Ich bin überzeugt! Ich war verzweifelt, da ich schon so viel ausprobiert hatte, um die Muskulatur von Kasis aufzubauen und dann kam Frau Zippold mit ihrem Sattel um die Ecke. Der Sattel hat das Reiten für mich und Kasis nachhaltig verändert – eine eierlegende Wollmilchsau eben.

Ich danke Frau Zippold für ihre tolle Beratung, ihre Arbeit und natürlich für den Sattel!

2019-01-21T20:07:33+00:00